Das solltest du in Kirgistan nicht verpassen

Allgemeine Infos wie Einreise, Sim-Karten oder die besten Gerichte findest du in diesem Artikel .

Unsere Highlights in Kirgistan mit allen Infos dazu

In Kirgistan gibt es einige Regionen für die man eine Genehmigung braucht um sie bereisen zu dürfen. Wir haben uns vorab per WhatsApp mit dem CBT Büro in Karakol in Verbindung gesetzt, das Permit beantragt und pro Person 35 Euro bezahlt. Auch in Naryn gibt es ein Büro. Die Kontaktdaten findet man über Google heraus. Ungefähr 5 Arbeitstage dauert es, bis man die Genehmigung abholen kann. Bei uns hat es aufgrund von einem falschen Stempel fast doppelt so lange gedauert, weshalb wir die erste Woche nur um Karakol herum unterwegs waren. Im Nachhinein hätten wir das Permit lieber in Naryn geholt oder sogar andere Touren gemacht und ganz darauf verzichtet.

Unser erstes Highlight war der Yssyk Köl. Der See ist extrem klar, wunderbar erfrischend und ringsherum hat man einen wunderschönen Blick in die Berge. Alle Stellplätze am See waren etwas Besonderes und wir haben es geliebt morgens direkt in den See zu springen. Man sollte jedoch nicht zu dicht am Wasser parken, 100 Meter muss an den meisten Plätzen Abstand gehalten werden. Wenn die Polizei vorbei kommt, wird man weggeschickt. Unser erster Stellplatz nach der Grenze am Yssyk Köl war hier 42.7464, 78.3039. Von der Grenze sind es nur 80 km, der Platz ist leicht zu erreichen. Zum Baden eher schwierig weil es flach und schlammig ist, dafür ist die Aussicht in alle Richtungen wunderschön. Ab und zu kommen Angler, sonst ist es sehr ruhig. Der schönste Platz in der Gegend um Karakol war hier 42.6122, 78.0726. Sandstrand, klares Wasser und wenig los. Perfekt für entspannte Tage am Wasser.

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Da wir ewig auf unsere Genehmigung gewartet haben, waren wir auch viel in Karakol unterwegs. Eine kleine, verschlafene Stadt mit ein paar Highlights. Das coolste war für uns die Ashlan Fu Alley eine Marktstraße zwischen Containern in der es eine kleine Küche nach der nächsten gibt die das gleichnamige Gericht machen. Handgezogene Nudeln und Reisnudeln in einer sauer-scharfen Brühe. Aber Achtung, das Gericht ist kalt - besonders lecker an heißen Tagen und nicht so schwer wie das typische zentralasiatische Essen. Am besten schaut man wo am meisten los ist, dort ist es meist auch am besten. Außerdem gibt es ein Karakol eine kleine Bar in der sich alle Reisende treffen. The Hut ist die Adresse zum Ausgehen in dem kleinen Ort. Auch das Restaurant Karakola Live Trout und das Sierra Café können wir empfehlen. Leckere Gerichte, mal was anderes und tolle Atmosphäre. Außerdem gibt es in beiden auch alkoholische Getränke.

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Wir haben uns dann entschieden erstmal den Yssyk Köl und die Umgebung ausgiebig zu erkunden. Das Wetter war herrlich und uns zog es noch nicht in die Berge. Erster Stopp war an den Red Mountains, leuchtend rote Berge, saftig grünes Gras und in der Ferne die hohen Berge. Außer ein paar wenigen und weitläufig verstreuten Jurten waren wir komplett allein. Dann wieder ein Abstecher am glasklaren See und weiter zum Mars Canyon. In den Canyon kann man recht weit reinfahren, zahlt keinen Eintritt und hat kaum Touristen. In 24 Stunden waren keine 5 weiteren Menschen da. Wir haben drinnen gecampt, den Sonnenuntergang und das Farbenspiel genossen und sind die Gegend abgewandert. Der nächste Canyon, der Aksay Canyon war wieder etwas ganz besonderes. Man kann mit dem Fahrzeug vom gleichnamigen Ort in den Canyon fahren und kommt am Yssyk Köl raus. Die Fahrt durch das ausgetrocknete Flussbett ist wunderschön. Vom Strand aus kann man noch zu einem Aussichtspunkt wandern der einen sagenhaften Blick über den Canyon bietet. Wir sind dann am Strand entlang gefahren bis wir bei Kyzyl-Tuu wieder Asphalt unter den Rädern hatten. Auf dem Weg findet man noch einige tolle und einsame Spots am See.

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Irgendwann haben wir uns dann schweren Herzens vom See verabschiedet und sind Richtung Süden zum Köl Suu. Unser Permit musste sich ja irgendwie noch bezahlt machen. Die Strecke ist voll von Schlaglöchern und Wellblech, doch die Aussichten machen die Tortur wieder wett. Berglandschaften, weidende Pferde und immer wieder steht ein Murmeltier auf Wachposten. Am See selbst waren wir kurz geschockt - alles voller Jurten und Touristen. Doch wir haben win ruhiges Plätzchen gefunden und sind am nächsten Morgen recht früh zur Wanderung zum See gestartet. Man kommt einfach an einen Platz rund sieben Kilometer vor dem See. Die Wanderung ist einfach und wir waren dann vor allen Touristen am Köl Suu. Ein leuchtend blauer See mitten in den Bergen. Der Weg hat sich definitiv gelohnt. Wer nicht laufen will kann sich auch ein Pferd mieten oder sich von einem LKW hochfahren lassen.

Den Rückweg haben wir dann über Torugart gemacht. Die Strecke war besser zu fahren und bis auf eine niedrige Wasserdurchfahrt ganz einfach. Hier sind wir kaum jemandem begegnet und wir hatten das Gefühl wirklich ganz allein zu sein. Aber Achtung bei der Ausfahrt von der Piste. Wir haben den falschen Weg genommen und standen plötzlich mitten in der Grenze. Nach ein paar Diskussionen durften wir dann wieder fahren.

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Nach der Tour sind wir über verschiedene Pässe - die alle interessant waren sich aber auch gezogen haben - bis nach Osch. Die Stadt selbst hatte für uns wenig Charme und diente eher der nötigen Versorgung (Wäsche waschen, einkaufen, Geld tauschen für den Pamir). Das letzte und vielleicht sogar größte Highlight unserer Tour durch Kirgistan war der Tulpar Lake ganz im Süden des Landes. Eine Seenlandschaft mitten zwischen sanften Hügeln mit Blick auf den über 7.000 Meter hohen Pik Lenin. Von unserem Platz sind wir dann noch gut 300 hm und 7 km in Richtung des Berges gelaufen. Eine schöne Tour bei der man auch beim Pik Lenin Basecamp vorbei kommt und einen Einblick bekommt wie die Bergsteiger übernachten, essen und sich auf die Tour vorbereiten.

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Für uns war Kirgistan ein ganz besondereres Land. Es hat uns sehr gut gefallen und wir blicken auch mit Wehmut zurück, weil unser lieber und wundervoller, kleiner Schatz Jackson hier gestorben ist. Er hat sich vor der Grenze zu Tadschikistan von uns verabschiedet und ruht nun friedlich mit Blick auf die 7.000der.

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