Infos zu Kirgistan
Für mich stand Kirgistan schon lange auf meiner Reisewunschliste. Imposante Berge, üppiges Grün und weite Flächen, auf denen Pferde grasen – so habe ich es mir vorgestellt, und ich wurde absolut nicht enttäuscht. Dazu kam noch der zweitgrößte Gebirgssee der Welt, dessen Wasser kaum erfrischender und klarer sein könnte. Einziger Wermutstropfen: die Straßen. Wir waren, glaube ich, in noch keinem Land unterwegs, in dem es so viele Schlaglöcher, Schotterpisten und Wellblechpisten gab wie hier. Und das betrifft nicht nur die Pässe in den Bergen, sondern oft auch ganz normale Hauptstraßen. Dazu kommen unzählige Baustellen. Aber das ist das untrügliche Zeichen dafür, dass hier kräftig gebaut wird – und wer weiß, vielleicht fährt man in ein paar Jahren über glatten Asphalt. Bis dahin heißt es: Zähne zusammenbeißen und durch!
Zeitraum: 07.07.2026 - 03.08.2026
Unsere Tour: Karakol - Red Mountains - Mars Canyon - Ak Say Canyon - Naryn - Kol Suu - Tasch Rabat - Osch - Tulpar Lake - Kyzyl Art Grenze

Einreise: Für die Einreise haben wir die östlichste Grenze Karkara gewählt. Und es war die schnellste und einfachste Grenze in den letzten vier Jahren. Alles in allem hat rund 20 Minuten gedauert und schon konnten wir die ersten Meter auf kirgisischem Boden fahren. Nach rund 20 km kamen die ersten Verkaufscontainer in denen wir Simkarten kaufen konnten. Bezahlen mussten wir Bar, kasachische Tenge wurden problemlos akzeptiert. Wir haben uns für Mega entschieden und haben umgerechnet rund drei Euro für einen Monat unlimited bezahlt.
Autoversicherung: Wie schon in Kasachstan haben wir uns wieder für Spectrum of cars entschieden. Einfach über die WhatsApp Nummer kontaktieren, Daten angeben und innerhalb kürzester Zeit haben wir die Versicherung zugeschickt bekommen. Bezahlt haben wir diesmal rund 40 Euro für vier Wochen.
Geld: 100 SOM entspechen 1 Euro, endlich mal ein Kurs, der einfacher zum umrechnen nicht sein könnte. Allgemein empfanden wir Kirgistan als noch günstiger als Kasachstan. Ein Besuch im Restaurant hat mit Getränken oft nicht mehr als 15 Euro zu zweit gekostet. In den kleinen Cafés wo wir öfter mal zu Mittag gegessen haben, kamen wir sogar mit 5 Euro für zwei Personen hin. Kartenzahlung ist in größeren Supermärkten möglich, in kleineren oder auch in den kleinen Cafés wird eher Bargeld verlangt. Auch Lebensmittel empfanden wir hier günstig. Nur der Sprit war - im Vergleich zu Kasachstan - teuer. Über einen Euro wurde für der Liter Diesel verlangt.
Stellplätze: Direkt am kristallklaren See, mitten im Canyon oder in einer Bergkulisse die einem den Atem raubt, unglaublich schöne und spektakuläre Stellplätze gibt es in diesem Land zahllos. Überall wird man willkommen geheißen, oft in eine Jurte eingeladen und nirgendwo vertrieben. In jeder Ecke des Landes findet sich schnell und einfach ein passender und wunderschöner Platz.
Essen & Trinken Die kirgisische Küche ist, wie auch in den Nachbarländern, sehr fleischlastig und schwer. Aber auch die Uiguren und Dunganen (chinesische Muslime) haben die ihre Gerichte mitgebracht und die Küche geprägt.
- Laghman: handgezogene Nudeln die es mit Gemüse und Fleisch gibt. Als Suppe oder eher Eintopf nennt man es Guiru Laghman, die gebratene Variante ist dann Bozo Laghman
- Ashlan-Fu: besonders in Karakol gibt es dieses Gericht. Auch hier kommen die traditionellen Laghman Nudeln und zusätzlich Reisnudeln zum Einsatz. Beide Nudeln kommen in eine Chili Essig Suppe. Das Gericht wird kalt serviert und ist besonders an heißen Tagen ein Genuss.
- Schorpo: eine Fleischsuppe mit Kartoffeln und Gemüse
- Manty: kleine Teigtaschen gefüllt mit Fleisch oder Gemüse
- Oromo: hauchdünner Nudelteig mit einer Füllung aus Fleisch, Gemüse und Kräutern, dann zu einer Rolle aufgerollt und gedämpft
- Kumys: fermentierte Stutenmilch die das Nationalgetränk ist
- Maksym: säuerliches, dickflüssiges Getränk, aus fermentierten Getreidesorten wie Gerste, Mais oder Weizen
- Chalap: erfrischendes, säuerliches Getränk aus fermentierter Kuhmilch oder abgetropftem Joghurt, gemischt mit Wasser und Salz
Wo wir genau waren und was unsere Highlights der Tour waren erfährst du im neuen Post.