Simba

Damals…

Simba

Oft werden wir gefragt, warum wir uns genau für dieses Fahrzeug entschieden haben, an dem man ja noch so viel machen muss bis es reisetauglich ist. Nun könnten wir sagen: es war einfach Liebe auf den ersten Blick, wie er so dastand, in seiner vollen Größe, und wie er uns mit seinen Scheinwerfern liebevoll zugezwinkert hat. Naja, ganz so romantisch ging es eigentlich nicht zu, es war eher eine rationale und praktische Entscheidung. Uns war wichtig, dass unser Basisfahrzeug viel kann, Ersatzteile weltweit beschafft werden können, gut da steht und natürlich in unseren preislichen Rahmen passt. Und all das passte perfekt. Dann kam noch dazu, dass der Händler direkt um die Ecke war, als hätte er ihn für uns bereitgehalten. Von der Idee bis zum Kauf vergingen nämlich gerade mal drei Wochen.

Der Plan

Gekauft war er also schnell, unser Simba, jetzt müssen wir ihn „nur" noch umbauen und reisetauglich machen. So schnell wird das sicher nicht gehen, wir haben uns jedoch ein sportliches Ziel gesetzt. In weniger als einem Jahr wollten wir in die Welt ziehen mit einem komplett fertigen Expeditionsmobil. In einem Jahr?! Das sind 365 Tage oder 8760 Stunden in denen man das ja locker schaffen kann, könnte man nun einwerfen. Das stimmt so natürlich auch, jedoch hatten wir beide noch einen Fulltime-Job, konnten also nur am Wochenende daran arbeiten. Auch unter der Woche nach Feierabend fällt flach, weil wir uns entschieden hatten unser Fahrzeug bei Michas Familie (unter den besten Bedingungen) zu bauen und die wohnt in Hessen, in der Nähe von Fulda. Dann kommt noch hinzu, dass wir uns in den Kopf gesetzt haben, alles, wirklich komplett alles selbst zu machen. Und dann haben wir ja auch noch ein Leben, Freunde und Hobbies die wir nicht komplett vernachlässigen wollten. Also ihr seht, ein sportliches Ziel.

Die Realität

Simba

Die Pendelei und die damit verbundene, sehr beschränkte Zeit zeigte uns sehr schnell auf, dass unter diesen Bedingungen es unmöglich war, Simba in weniger als einem Jahr fertigzustellen. Daher musste Simba, nachdem der Rohbau der Wohnkabine mit dem Fahrgestell verheiratet wurde, nach Dischingen zu Bettys Familie umziehen. Nachdem wir unsere Jobs in Ulm aufgegeben hatten, konnten wir so dann in Vollzeit an Simba arbeiten. Es dauerte ab hier dennoch etwas mehr als 8 Monate, bis wir einigermaßen reisefertig wurden.

In Zahlen und Fakten ausgedrückt: mehr…

Aufwendungen

Arbeitszeitraum18 Monate
Arbeitszeit2048 Stunden
Planungszeit~ 1000 Stunden
Eigenkapital53616 €

Das Fahrzeug: Iveco-Magirus 90-16 AW Turbo

Baujahr1989
Zul. Gesamtgewicht9.000 kg
Leergewicht6.275 kg
Nutzlast2.725 kg
MotorDeutz BF 6L 913, 6-Zylinder Turbo-Diesel, luftgekühlt
Hubraum6.128 cm³
Motorleistung160 PS (118 kW) bei 2.500 min⁻¹
Max. Drehmoment557 Nm bei 1.600 min⁻¹
Radstand3.500 mm
Antrieb4×4, Permanentallrad mit sperrbaren Differenzialen
Getriebe5-Gang Schaltgetriebe (ZF) + 2-Gang Verteilergetriebe (Getrag)
Höchstgeschwindigkeit93 km/h
Steigfähigkeit50 % bei Volllast

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